Mary Wollstonecraft, die Verfechterin der „Rechte der Frau“

„Allein der Sozialismus arbeitet mit falschen Mitteln, wenn er die Wohlhabenden und Gebildeten zu dem geistigen und bürgerlichen Proletariate herabzuziehen sucht, und ebenso die Emanzipation, die Miene macht, den Mann in seinen Rechten zu verkürzen zu Gunsten des Weibes. Immer empor! laute die Losung. Schafft kein Volk von Tölpeln und Knechten, sondern lauter Freie, lauter Gebildete, lauter Herren; und im Weibe keine Konkurrentin des Mannes, sondern seine rechtschaffene Waffenfreundin im Kampfe ums Dasein. Und wahrlich, die Frau wird den Umschwung in ihrem Wesen vollziehen müssen, wenn sie einigermaßen geachtet sein will in einer Zeit, die immer mehr nur das persönliche Verdienst gelten lässt und alles ererbte Gut mit immer wachsendem Misstrauen betrachtet.“
Helene Richter

Erst vor Kurzem wurde die Geschichte von Helene Richter und ihrer Schwester Elise aufgearbeitet. Unter dem Titel „Bücherspuren, Das Schicksal von Elise und Helene Richter und ihrer Bibliothek im Dritten Reich“, erschien im letzten Jahr die zweite Auflage dieser Forschungsarbeit (1). Allen an der Geschichte dieser beiden hervorragenden Frauen Interessierten, sei dieses Büchlein ans Herz gelegt.

Gerade Helene Richter hat einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung der frühen libertären Denker in England geleistet – doch ihr Tod im KZ Theresienstadt 1942 hat sie für längere Zeit dem Vergessen anheim gegeben. Aus ihrer Feder entstammen ausgezeichnete deutschsprachige Biografien der Dichter William Blake, Percy Bysshe Shelley und Lord Byron. Hier soll nun eine der ersten deutschsprachigen Biografien von Mary Wollstonecraft zugänglich gemacht werden. Sie erschien im Sommer 1897 in den von Engelbert Pernersdorfer herausgegebenen Monatsheften „Deutsche Worte“:

Helene Richter: Mary Wollstonecraft, die Verfechterin der „Rechte der Frau“

(1) Hoffrath, Christiane: Bücherspuren. Das Schicksal von Elise und Helene Richter und ihrer Bibliothek im »Dritten Reich«, Böhlau Verlag, 2. durchgesehene und ergänzte Auflage, Wien 2010
ISBN: 9783412206512

Link zum Gedenkblog für Helene und Elise Richter

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Über Valentin Tschepego

Institut für Syndikalismusforschung
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